In das Radwegenetz investieren

Der Gemeinde Jemgum bietet sich die Chance, die Infrastruktur für Radwege deutlich zu verbessern. Seit kurzem gibt es ein neues Förderprogramm des Bundes, das Maßnahmen zur Verbesserung des Radwege-Netzes mit 90 Prozent Zuschüssen fördert. Wir haben beantragt, dass das Thema am 3. Juni in einer Sitzung des Fachausschusses Tourismus, Wirtschaftsförderung, Raumplanung diskutiert wird.

Die Vorsitzenden von Jemgum 21, Ella Rösing und Meik Hochmann, an einer stark sanierungsbedürftigen Schafsperre in Jemgum.

Gemeinsam mit einer Reihe von Mitgliedern hat die Wählergruppe Ideen zur Verbesserung des Radwege-Netzes gesammelt und in mehreren Videokonferenzen diskutiert. Von besseren Radwegen können Einheimische wie Touristen profitieren. Ella Rösing, Vorsitzende von Jemgum 21, verweist auf die Bedeutung für den Tourismus: „Ein gut ausgebautes Radwegenetz ist ein wichtiges Argument für Touristen, ihren Urlaubsort zu wählen oder länger am Urlaubsort zu verweilen.“ Co-Vorsitzender Meik Hochmann: „Auch die Bürger der Gemeinde Jemgum profitieren bei ihrer Freizeitgestaltung wie Ausflügen und sportlichem Ausgleich durch abwechslungsreichere Strecken.“

Jemgum 21 bezieht sich mit ihren Vorschlägen auf das kürzlich beschlossene Sonderpro-gramm „Stadt und Land“, mit dem die Bundesregierung den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in Deutschland fördern will. Für Niedersachsen stehen rund 65 Mio. Euro zur Verfügung. Das Programm hat eine Laufzeit bis Ende 2023.

Jemgum 21 hat bereits eine Vielzahl von Ideen entwickelt. Wichtige Vorschläge sind unter anderem:

  • der Ausbau von Radwegen an Kreisstraßen (zum Beispiel Dukelweg bis Böhmerwold/Marienchor)

  • die Aufstellung von zahlreichen Wetterschutzhäuschen im gesamten Gemeindegebiet

  • der Bau von Toiletten, z.B. am viel befahrenen Deichverteidigungsweg, der Teil der Internationalen Dollartroute ist, sowie an der Bohrinsel in Dyksterhusen.

  • die Aufstellung von mehr Schafszäunen, die für saubere Straßen sorgen können

  • der radwegefreundlicher Ausbau der Schafsperren, so wie dies z.B. von der Stadt Weener zum Teil in Angriff genommen wurde (siehe Foto unten)

  • die Beseitigung von Gefahrenquellen auf Radwegen in den Dörfern entlang der stark befahrenen Straße L15, zum Beispiel in Jemgum, Midlum und Hatzum.

Die Fraktion Jemgum 21 hat das Thema auf die Tagesordnung des Ausschusses Tourismus, Wirt-schaftsförderung und Raumplanung gesetzt, der am 3. Juni tagt. Ziel ist es, dort zu beraten, auf welchem Wege ein gemeinsam von allen Fraktionen erarbeiteter Antrag auf Förderung vorbereitet werden kann.

Informationen zum Download:

Antrag Jemgum 21 an den Fachausschuss mit Vorschlägen

Ausführliche Informationen zum Förderprogramm „Stadt und Land“ (Webseite)

Niedersächsische-FAQs-zum-Sonderprogramm-Stadt-und-Land

So sollte es auch in der Gemeinde Jemgum aussehen: Sauber angelegte Schafsperren zwischen Weener und Bingum. Radfahrer kommen hier bequem weiter.