Leistungsstarke Infrastruktur

Wir brauchen leistungsfähige und bezahlbare Infrastruktur. Größte gegenwärtige Baustelle: das Abwassersystem. Fehler der Vergangenheit (Entscheidung gegen Klärwerk) werden jetzt teuer. Lösungen: nicht in Sicht. Hier wartet eine schwierige Aufgabe, für die wir fachliche und finanzielle Unterstützung von außen benötigen.

Wie wollen wir vorgehen?

Das Abwassserproblem beschäftigt uns seit Jahren. In dieser Wahlperiode wurden die Gebühren für Abwasser mehrfach angehoben. Das Problem muss endlich richtig angepackt werden! Wenn jemand eine einfache Lösung hätte, wäre sie längst umgesetzt worden. Hier braucht es ein systematisches Konzept, das fachlich fundiert erarbeitet werden muss. Deshalb hatten wir schon im Januar 2020 vorgeschlagen, dass sich eine gesonderte Projektgruppe unter Einbeziehung von externen Fachleuten mit dieser Thematik beschäftigen solle, um eine Lösung voranzutreiben. Das wurde jedoch von der Mehrheit des Bauausschusses abgelehnt. Stattdessen wurde die Verwaltung beauftragt, eine Lösung zu erarbeiten. Die liegt bis heute nicht vor.

Eine Patentlösung können auch wir nicht anbieten. Dafür fehlen zu viele Informationen. Daher werden wir im neuen Gemeinderat erneut den Antrag stellen, eine gesonderte Projektgruppe einzusetzen, um systematisch und zügig an einer Problemlösung zu arbeiten. Dabei müssen externe Fachleute mitwirken.

Den Hintergrund zu dieser Problematik stellen wir ausführlich auf einer separaten Seite vor (hier geht’s zur Hintergrundseite).

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Seit kurzem ist eine zweite „Großbaustelle“ der Gemeinde Jemgum öffentlich bekannt geworden: Rathaus und Dörfergemeinschaftshaus der Gemeinde Jemgum sind in einem beklagenswerten Zustand. Ein jetzt vorgelegtes Gutachten legt massive Mängel offen: Statik, Brandschutz, Heizungsanlage, Elektrik, Schadstoffe… – die Gutachter kommen zu einem alarmierenden Ergebnis: Um das Gebäude weiter nutzen zu können, sind voraussichtlich Investitionen von eineinhalb Million Euro erforderlich. (Nähere Informationen dazu hier.)

Unsere Position: Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung benötigen wir sichere, gesunde und moderne Arbeitsplätze. Es besteht also Handlungsbedarf. Wir brauchen aber kein protziges Rathaus, sondern ein zweckmäßiges Verwaltungsgebäude. Nach bisher vorliegenden Zahlen ist die Sanierung des alten Rathauses günstiger als ein Neubau. Eine endgültige Wirtschaftlichkeitsberechnung bleibt abzuwarten. Wir können es uns aber nicht leisten, mehr Geld für ein Verwaltungsgebäude auszugeben als nötig. Traurig ist, dass über Jahrzehnte fast nichts getan worden ist, das Gebäude instand zu halten.