Bauleitplanung in der Gemeinde Jemgum: Neue Entwicklungen

Ende Januar 2020 wurden neue Vorschläge für die künftige Bauleitplanung der Gemeinde vorgelegt. Das beauftragte Planungsbüro präsentierte überarbeitete  Ideen. Wichtige Neueuerungen gegenüber den Vorschlägen von vor einem Jahr:

  • Das Eckpunktepapier zur künftigen Entwicklung (siehe unten) wurde aufgenommen und in wichtigen Teilen berücksichtigt.

  • Die bauliche Verdichtung in Ortskernen soll stärker ermöglicht werden.

  • Für Midlum und Holtgaste sollen nun doch neue Bauplätze ausgewiesen werden.

  • Der nicht unumstrittene Vorschlag für ein Baugebiet hinter der Menno-Peters-Straße in Jemgum bleibt weiterhin bestehen.

Hier die Präsentation aus dem Ausschuss (pdf-Datei, Achtung: 15 MB).

Die Beratungen gehen weiter.


Hintergrund zum Thema:

Wir haben als Ratsgruppe darauf bestanden, alle Vorschläge öffentlich zu machen und öffentlich zu diskutien. Die Ratsgruppe Jemgum 21 / Wir für Jemgum hat ferner beantragt, vor der Ausweisung neuer Baugebiete zunächst eine Reihe von Grundsatzfragen zu klären. (RZ-Artikel: Das Leben in den Dorfkernen fördern). In seiner Sitzung am 8. April 2019 hat der für Raumplanung zuständige Ausschuss beschlossen, die von uns vorgelegten Eckpunkte in die weiteren Beratungen einzubeziehen.

Um die Diskussion über Möglichkeiten des seniorengerechten und sozialen Wohnungsbaus in Jemgum zu fördern, haben wir im Juni 2019 einen Antrag für den Ausschuss Raumplanung eingebracht. Antrag hier. Bericht in der Ostfriesen-Zeitung hier.

Unsere zentralen Positionen zur Bauleitplanung

  • Wir lehnen den Vorschlag des Bürgermeisters ab, dass künftig nur noch in zwei Dörfern (Jemgum und Ditzum) gebaut werden darf.

  • Wir halten eine Ausweisung von neuen Baugebieten in den Orten Jemgum, Ditzum, Midlum und Holtgaste in jeweils maßvollem Umfang für notwendig.

  • Für die kleineren Ortschaften, insbesondere entlang der zentralen Straße L 15, muss es optional Möglichkeiten für einzelne Bebauungsverdichtungen geben, ohne aber neue Baugebiete auszuweisen.

  • Besonders wichtig ist es, die Frage von Bauplätzen zentral mit der Frage der Stärkung des Dorflebens und der alten Dorfkerne zu verbinden. Immer neue Siedlungen am Rande der Dörfer fördern das Aussterben der Dorfkerne und damit des traditionellen Dorflebens – das müssen wir verhindern. Stattdessen muss die Bauleitplanung auf Verdichtung der Bebauung setzen.

  • Bei allen Planungen ist frühzeitige Bürgerbeteiligung unerläßlich!

Hintergrundinformationen: