Wichtige Entscheidungen für die Entwicklung unserer Dörfer

In der Gemeinde Jemgum stehen wichtige Entscheidungen für die weitere Entwicklung der Dörfer an. Gemeinsam mit der Gemeinde Bunde und der Stadt Weener nimmt die Gemeinde Jemgum am Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen teil. vorlage-gemeinderat-3Nach längeren Vorbereitungen stehen in den kommenden Wochen und Monaten die Entscheidungen über eine Vielzahl von angedachten Projekten an. Die umfangreiche Planung umfasst inzwischen über 300 Seiten. Die Pläne werden etwa ab Mitte Dezember im Rathaus in Jemgum einsehbar sein, teilte Bürgermeister Heikens auf Anfrage von Jemgum 21 in der jüngsten Ratssitzung mit. Bislang war vor den entscheidenden Sitzungen des Verwaltungsausschusses und des Rats keine öffentliche Veranstaltung über das Programm geplant. Jemgum 21 hält eine öffentliche Präsentation der Pläne aber für unerlässlich. Bürgermeister Heikens hat inzwischen signalisiert, dass er die Durchführung einer solchen Veranstaltung prüft.

Warum halten wir eine Informationsveranstaltung für wichtig? Sechs gute Gründe:

  1. Eine 300seitige Planungsunterlage, die man im Rathaus einsehen kann, wird nahezu jeden Bürger „erschlagen“. Wer hat die Zeit, das alles durchzuarbeiten? Kaum jemand. Deshalb ist es nötig, dass die zentralen Ergebnisse des Planungsprozesses zusammenfassend und in verständlicher Form präsentiert werden. Da die Planungsgrundlage alle drei Kommunen umfasst, muss besonders herausgearbeitet werden, was davon für die Gemeinde Jemgum von Bedeutung ist.

  2. Eine Auslage der Planungsunterlagen zu den Öffnungszeiten des Rathauses (bis 16 Uhr, freitags bis 12.30 Uhr) schließt berufstätige Bürgerinnen und Bürger aus, denn die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden es kaum schaffen, rechtzeitig vorher in der Verwaltung zu sein.

  3. Nach Auskunft von Bürgermeister Tempel in der Ratssitzung am 26. Oktober wird das Programm die Gemeinde Jemgum auf viele Jahre beschäftigen. Und nicht nur beschäftigen: Es wird auch viele Mittel binden, denn die Projekte werden zwar bezuschusst, müssen aber mit einem nicht unerheblichen Anteil aus eigenen Mitteln mitfinanziert werden. Deshalb ist es ganz wichtig, dass allen Bürgerinnen und Bürgern zumindest die Möglichkeit gegeben wird, sich die Planungen genau anzusehen und sich ggf. dazu noch zu äußern.

  4. Bei aller Sorgfalt, die die Planer sicher an den Tag gelegt haben, könnte trotzdem etwas übersehen worden sein. Wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sich an so wichtigen Überlegungen beteiligen, dann besteht die größtmögliche Chance, dass am Ende auch etwas Gutes dabei entsteht.

  5. Das Dorfentwicklungsprogramm ist eine gute Sache. Und allen, die daran bislang mitgewirkt haben (gerade auch den ehrenamtlich Mitwirkenden!) ist sehr für ihr Engagement zu danken. Respekt! Dieses Engagement verlangt aber auch eine gebührende Präsentation der Ergebnisse.

  6. Am Ende wird der Gemeinderat Entscheidungen treffen und für die Entscheidungen auch die politische Verantwortung übernehmen müssen. Das ist seine Aufgabe. Auf dem Weg dorthin aber brauchen die Ratsmitglieder jeden vernünftigen Hinweis, jede kritische Rückfrage, jedes Gegenargument, um eine gute und abgewogene Entscheidung zum Wohl der Gemeinde treffen zu können.

Aus all diesen Gründen ist eine Informationsveranstaltung wünschenswert. Damit die Dorfentwicklung Fahrt aufnimmt – und das auch noch in die richtige Richtung!

 

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